Schweinekrippe Impfung

Schweinekrippe / Impfung

Medizinisches Personal, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich zuerst impfen lassen, doch inzwischen wollen immer mehr den Impfschutz.

Die Ausbreitung der Schweinekrippe hat sich in Deutschland massiv beschleunigt. Fast 54.000 Menschen sind mit der Krankheit infiziert. Allein vergangene Woche wurden 15.000 neue Fälle bekannt.(31.07.2010)


Deshalb: Vorbeugen!


Aktueller Stand

Anfang Juni, in der 24. KW, begann die Ausbreitung des Schweinekrippen-Virus. Ende Juli gab es den ersten Höhepunkt der Infektionszahlen.
Derzeit: Mitte November wurden rund 15.000 bestätigte Fälle der Krippe in nur einer Woche gemeldet.

Wenn man jetzt an Krippe erkrankt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es die Schweinekrippe ist.

Der Ausbruch sorgt derzeit für Beunruhigung. Experten warnen aber vor Histerie und Panikmache. Nichtsdestotrotz verbreitet sich das Virus relativ schnell weiter aus.

Hintergrund
Höchstwahrscheinlich handelt es sich um ein pandemisches Virus, was sich von Mensch zu Mensch weiterverbreitet. Es verhält sich jedoch wie ein normales Grippevirus. Eine erhöhte Sterblichkeitswahrscheinlichkeit (wie bei H5N1) ist derzeit nicht zu befürchten.

Experten gehen übrigens davon aus, dass sich Grippeviren vom Mensch, vom Schwein und von Vögeln in einem Schweinekörper vermischt und zu dem neuen Schweinekrippen - Virus zusammengebaut haben. (Reassortiertes Virus). Durch Tröpfcheninfektion hat sich das Virus dann auf den Menschen übertragen.

Besonders ist daran nur, dass es von Mensch zu Mensch sehr einfach weitergegeben werden kann (im Gegensatz zu Mensch-Tier-Übertragung). Dies ermöglicht die pandemische Verbreitung weltweit.


Schweinekrippe beim Mensch
Aufgrund der reassortierten Herkunft des Virus kennt das menschliche Imunsystem kennt das Virus teilweise.

Verbreiten wird sich das Schweinekrippen-Virus über die Tröpfchen-Infektion, aber auch über die Hände. Selbst ein Mundschutz bietet keinen absoluten Schutz. Kräftiges regelmäßiges Händewaschen mit desinfizierenden Mitteln reicht aber meist aus, um eine Infektion vorzubeugen.
Zusätzlich empfiehlt es sich, Großveranstaltungen zu vermeiden und Körperkontakt in größeren Menschenmengen (U-Bahn, Konzert, Sport).

Warum spricht man von „Schweinekrippe“?
Schweine können sich mit Grippe-Viren anstecken, die bei Menschen, bei Vögeln oder bei Schweinen vorkommen. Deshalb sind sie ein idealer Wirt für die Entstehung neuer Grippe-Viren: dies geschieht, wenn sich Teile der Erbinformationen verschiedener Grippe-Viren durchmischen. Das A/H1N1-Virus ist vermutlich so entstanden. Deshalb spricht man umgangssprachlich von „Schweinekrippe“.

Schweinekrippe und Schwangerschaft: Impfung und Behandlung
Schweinekrippe, Influenza H1N1
Klinische Studien und CDC-Daten zeigen eine relativ hohe Anfälligkeit bei schwangeren Frauen zur 2009 H1N1-Infektion. Aktuelle Studien empfehlenden den Beginn der antiviralen Therapie bei schwangeren Frauen so schnell wie möglich und sogar vor dem positiven Schnelltest der 2009/H1N1-Grippe.

Impfkosten
Die Impfung ist für alle kostenlos.
Die Kosten für die Impfung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Hier finden Sie die Verordnung über die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung bei Schutzimpfungen gegen die neue Influenza A(H1N1).


Vorbeugendes Verhalten
Waschen, waschen, waschen: Hände, Gesicht, Nase innen. Einweg Handtücher, oder täglicher Wechsel.
Kein Händeschütteln, keine Küsschen auf Wange.

Inkubationszeit
- vermutlich vergleichbar mit der saisonalen Grippe bzw. Erkältung (1-2 Tage, aber auch bis zu 4 Tage)
- bei aviärer Influenza im Allgemeinen 2–5 Tage.



Aktuell:



Und die Zahl der Todesopfer in Deutschland steigt auf 19. Bislang folgten Tausende den Aufrufen der Behörden, sich impfen zu lassen. Sieben Menschen starben nach einer Schweinekrippen-Impfung.
Experten warnen aber vor Histerie und Panikmache.



Pandemie oder nicht?
Pandemiewarnstufen der WHO

Stufe 1: Das Virus lässt sich nur bei Tieren nachweisen, kein Mensch ist infiziert.
Stufe 2: Ein tierisches Influenza-Virus hat erste Menschen infiziert und könnte eine Bedrohung darstellen.
Stufe 3: Ein tierisches oder gemischt tierisch-menschliches Influenza-Virus hat einzelne Personen oder kleine Personengruppen infiziert.
Übertragungen von Mensch zu Mensch sind möglich, werden aber in ihrem Ausmaß als nicht kritisch angesehen. Zusammenfassung Stufe 1-3: In regelmäßigen Abständen sollen nationale Pandemie-Einsatzpläne weiterentwickelt und erprobt werden. Medikamenten- und Impfstoffbestände müssen überprüft und bei Bedarf erweitert werden.
Stufe 4: Mensch zu Mensch-Übertragungen lassen sich in einer Anzahl nachweisen, die zu einer übergreifenden Ausbreitung der Krankheit führen kann. Die Gefahr einer Pandemie ist deutlich erhöht – dies bedeutet jedoch nicht, dass sich tatsächlich eine Pandemie entwickelt.
Stufe 5: In zumindest zwei Ländern innerhalb einer WHO-Region (es gibt weltweit sechs WHO-Regionen) lassen sich zahlreiche Übertragungen von Mensch zu Mensch nachweisen. Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt die meisten Länder noch nicht betroffen. Eine Pandemie droht: Organisation, Kommunikation und Umsetzung von Schutzmaßnahmen müssen zeitnah erfolgen.
Stufe 6 (seit dem 11. Juni 2009): Eine Pandemie liegt vor. In zumindest einem Land einer weiteren WHO-Region ist der Ausbruch der Schweinegrippe dokumentiert. Es kann zu einem weltweiten Auftreten der Krankheit kommen.

Impressum

Zusammenfassung Stufe 4-6: Umgehendes Handeln ist nötig. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung einzudämmen, Schaden abzuwehren und zu vermindern. Alle nationalen Aktionen sollten eng mit der Weltgesundheitsorganisation abgestimmt werden.

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Schweinekrippe.com